Ein einzelnes Foto zeigt nicht immer die ganze Situation

Wenn ein Fahrzeug unberechtigt auf einem privaten Parkplatz abgestellt wird, kann ein einzelnes Foto zunächst ausreichend erscheinen. Es ermöglicht jedoch nicht immer, die Situation eindeutig nachzuvollziehen.

Eine Nahaufnahme des Kontrollschilds identifiziert das Fahrzeug, zeigt aber nicht zwingend den belegten Parkplatz. Umgekehrt kann eine Gesamtaufnahme des Parkplatzes die Position des Fahrzeugs dokumentieren, während das Kontrollschild oder die Signalisation darauf möglicherweise nur schwer lesbar ist.

Mehrere sich ergänzende Fotos ermöglichen es deshalb, die verschiedenen wichtigen Elemente der Feststellung zu dokumentieren.

Welche Elemente sollten fotografiert werden?

Wenn möglich, empfehlen wir folgende Aufnahmen:

  • Ein Foto, auf dem das Kontrollschild klar lesbar ist.
  • Eine Aufnahme des gesamten Fahrzeugs.
  • Eine ausreichend weite Ansicht, auf der der belegte Parkplatz oder Bereich erkennbar ist.
  • Ein Foto der Signalisation, der Bodenmarkierung oder des Hinweisschilds mit den geltenden Regeln.

Diese Bilder müssen nicht zwingend einzeln aufgenommen werden, wenn ein Foto mehrere dieser Elemente bereits deutlich zeigt.

Den Zusammenhang zwischen Fahrzeug und Parkplatz zeigen

Das Kontrollschild allein belegt nicht immer, wo sich das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Feststellung befand.

Eine weiter gefasste Aufnahme zeigt, dass das Fahrzeug tatsächlich den betreffenden Parkplatz belegte. Je nach Gestaltung des Parkplatzes kann es hilfreich sein, eine Platznummer, eine Bodenmarkierung, eine Einfahrt, ein Gebäude oder einen anderen sichtbaren Orientierungspunkt mit aufzunehmen.

Das Ziel besteht darin, dass auch eine Person, die den Ort nicht kennt, die Situation anhand der Fotos nachvollziehen kann.

Die Signalisation nachvollziehbar dokumentieren

Wenn eine Regel auf einem Schild, einer Markierung oder einem besonderen Hinweis beruht, sollte dieses Element ebenfalls im Dossier sichtbar sein.

Eine Nahaufnahme ermöglicht es, den Text des Schilds zu lesen. Eine Gesamtaufnahme kann zeigen, wo es angebracht ist und wie gut es vom belegten Parkplatz oder von der Einfahrt aus sichtbar ist.

Diese Kombination ist wichtig: Ein perfekt lesbares Schild, dessen Position nicht erkennbar ist, zeigt nicht immer, wie die Information der fahrzeugführenden Person präsentiert wurde.

Die Bearbeitung einer Beanstandung erleichtern

Ergänzende Fotos helfen auch dabei, eine Beanstandung der Situation genauer zu prüfen.

Sie können insbesondere dazu beitragen, folgende Punkte zu überprüfen:

  • Die tatsächliche Anwesenheit des Fahrzeugs auf dem betreffenden Parkplatz.
  • Die Lesbarkeit des Kontrollschilds.
  • Die Art des betroffenen Parkplatzes oder Bereichs.
  • Das Vorhandensein und die Sichtbarkeit der Signalisation.
  • Die allgemeinen Umstände der festgestellten Parkplatzbelegung.

Ein gut dokumentiertes Dossier reduziert Missverständnisse und erleichtert eine sachliche Bearbeitung der Anfrage.

Einige praktische Empfehlungen

Damit die Fotos ihren Zweck erfüllen:

  • Achten Sie darauf, dass die Bilder scharf und ausreichend beleuchtet sind.
  • Verdecken Sie das Kontrollschild nicht versehentlich mit einem Finger, einer Spiegelung oder einem anderen Gegenstand.
  • Nehmen Sie mindestens eine Gesamtansicht auf, bevor Sie näher an das Fahrzeug herangehen.
  • Fotografieren Sie nur die für die Feststellung notwendigen Elemente.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit, unnötig Personen oder Elemente ohne Bezug zur Situation zu fotografieren.
  • Bringen Sie sich niemals in Gefahr, um ein Foto aufzunehmen.

Eine perfekte Inszenierung ist nicht erforderlich. Die Bilder sollen in erster Linie ermöglichen, die festgestellte Situation nachzuvollziehen.

Bis zu vier Fotos pro Fall

Mit Security Parking können einem Dossier bis zu vier Fotos hinzugefügt werden.

Damit lassen sich eine Aufnahme des Kontrollschilds, eine Ansicht des Fahrzeugs, eine Ansicht des Parkplatzes und ein Bild der Signalisation zusammenstellen. Selbstverständlich können je nach Situation weniger Fotos genügen, wenn die wesentlichen Elemente bereits eindeutig erkennbar sind.

Nicht allein die Anzahl der Fotos ist entscheidend, sondern die Art, wie sie sich gegenseitig ergänzen.